Trinidad - der vergessene Schatz

Es war die 3. Stadt welche auf Kuba gegründet wurde. Die Pläne der Spanier waren einfach. Man wollte in den Flüssen der Umgebung Gold finden, aber da war kein Gold. So begann man mit dem Zuckerrohranbau, aber das ist ein harter Gelderwerb. Schließlich spezialisierte man sich auf Freibeuterei und Schmuggel, das klappte bis ins 18. Jahrhundert. Danach fiel Trinidad in einen Dornröschenschlaf. Aus diesem erwachte es erst 1988 als es zum Weltkulturerbe erklärt wurde, samt der Zuckerrohrplantage 20km außerhalb der Stadt.

 

Heutzutage lebt Trinidad vor allem vom Tourismus. In keiner anderen Stadt Kubas ist es so deutlich wie hier. Die Altstadt ist wunderschön saniert, es gibt eine Vielzahl an Galerien, welche eine unglaubliche Vielfalt an Kunst präsentieren. Es gibt schöne Restaurants, gemütliche Bars und sehr viel Auswahl wo man abends Tanzen gehen kann. Aber auch wenn die Menschen vom Tourismus leben, sie bleiben Kubaner. So sitzen die alten Männer am Straßenrand und schauen dem Treiben zu, die Jugend versucht ein möglichst starkes Wlan-Signal zu erhaschen um mit der Welt online zu sein und die Nachbarn spielen auf der Straße Domino.

 


Zuckerrohr - Sklavenhandel & Einnahmequelle

 

Das Zuckerrohr ist Kubas Fluch und Segen. Nachdem auf Kuba kein Gold zu finden war, begann man mit dem Zuckerrohranbau. Doch die Indios waren solche Arbeit nicht gewöhnt und so brachte man Sklaven aus Afrika auf die Insel. Diese bezahlten dann mit IHREM Schweiß und Blut die Zeche für Kubas einstigen Reichtum. Sie waren es aber auch, die gegen die Spanier in den Kampf zogen für Kubas Freiheit. Als Fidel Castro Kuba befreite, hätte er am liebsten Schluss gemacht mit dem Zuckerrohr. Der Boden aber war ausgelaugt und die Devisen knapp und so machte man weiter. Heutzutage gibt es Kooperativen welche Erntemaschinen aus Venezuela haben. Wenn sie laufen ist alles gut, wenn nicht und das ist oft, dann ist wieder harte Arbeit angesagt.


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