Wenn ich schon auf einer Insel bin, sollte ich wenigsten einen Tag auch am Meer verbingen und etwas für mein braunes Fell tun.
Am besten geht das auf La Palma am Charco Azul. Einem Meeresschwimmbecken, wo man bedenkenlos schwimmen kann, während drausen die Brandung gegen die Felsen braust.
Das Wasser ist zu dieser Jahrenzeit zwar frisch, aber dafür hat man mehr Platz im Becken und muß es sich nur mit ein paar Krabben teilen.
Heute führte mich die Wanderung zu einem wirklich magischen Ort, wie es ihn nur auf La Palma gibt. Aber zu aller erst heißt das erstmal wandern, kraxeln und schwitzen. Der Canyon allein lohnt schon eine Wanderung, ist er doch im Vergleich zu den anderen Schluchten teilweise breiter und weniger grün. Aber das Highlight versteckt sich in einem Seitental und will gefunden werden...
Wenn man in La Plama auf der Westseite sein Quartier hat, wird man als Frühaufsteher manchmal mit einem Berg belohnt.
Kurz bevor die Sonne aufgeht sieht man die Silhouette vom Teide auf Teneriffa. Mit seinen 3718m ragt er am Horizont auf. Doch das Schauspiel währt nicht lang. Bald verschwindet er wieder im Dunst, als wäre er gar nicht da.
Dann heisst es wieder warten und hoffen. Denn oft verstecken ihn Wolken und man muß auf den nächsten Morgen setzten.
Ein kleiner Abstecher nach Südamerika gefällig?
Kein Problem in Santa Cruz. Einst sind viele Palmeros in die Neue Welt ausgewandert. Sie hofften auf ein besseres Leben und einige fanden dies auch. Später kehrten sie nach La Palma zurück und brachten ihr Geld und ihre Lebensweise mit. Das traf bei den daheim Gebliebenen auf gemischte Reaktionen. Zum einen übernahmen sie die südamerikanische leichte und ausgelassene Lebensart. Zum anderen nervte sie das protzige Gehabe der Rückkehrer gewaltig. Wie dem auch sei, ein Hauch Kuba liegt in der Luft, wenn man durch die Gassen von Santa Cruz geht.
Heute ging es entlang der zerklüfteten Nordküste. Hier beeindrucken tiefe Schluchten, riesige Kiefern und einsame Orte. Auserdem findet man Felsgravuren der Ureinwohner versteckt in dichten Wäldern. Auch der Besuch des Mandelfestes darf nicht fehlen, schließlich trifft sich hier die halbe Insel und feiert ausgelassen 3 Tage lang.
Wenn einem das Wetter im Osten nicht gefällt, dann fährt man einfach gen Westen und lässt die Wolken hinter sich. Außerdem warten im Westen schöne Orte, kleine Kirchen und gefühlt eine ganz andere Insel.
Nein keine Angst ich habe nicht den Farbfilm vergessen, ich heiße ja nicht Michael.
Schwarz steht für die Lava, welche das Landschaftsbild im Süden von La Palma prägt. Weiß steht für das Meersalz, daß hier gewonnen wird.
Aber beginnen wir mit dem Schwarz. Der Süden ist der jüngste Teil der Insel. Der letzte Ausbruch war 1971. Hier findet man die klassischen Lavafelder und imposannte Vulkankrater. Die Natur beginnt erst allmählich sich dieses Gebiet zurück zu erobern. Aber seht selbst...
Heute ging es zum Barranco del Aqua, der Wasserschlucht. Ich wollte sie sowohl von unten als auch von oben sehen. Das konnte nur eines bedeuten, viel kraxeln und laufen, aber wie sonst kann man wissen ,was in diesen Schluchten steckt. Los geht es am Grund der Schlucht...
Wenn man nicht weiß wo man Anfangen soll, dann am besten oben. Das bedeutet bei La Palma allerdings, dass man unendlich viele Kurven fahren muß um am Ende am Rand der Caldera anzukommen. Wie das ein kleiner Bär organisiert und wie wunderschön aber auch gefährlich es da oben ist zeige ich auf den nächsten Bildern...
Willkommen bei Bärli's erster großer Reise. Wie es sich für einen Weltenbumler gehört wird er hierTagebuch führen und euch seine neue Welt zeigen. Los geht es mit La Palma, was einst Sprungbrett in die Neue Welt war, ist nun der Anfang eines Abenteuers.